Rauchmelder retten Leben

Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ stellt anlässlich des diesjährigen Rauchmeldertages am 13. April 2018 die Verbraucheraufklärung in den Fokus und widmet sich damit besonders den Themen „Verhalten im Brandfall“, „Installation von Rauchmeldern“ und „Pflege von Rauchmeldern“.

Denn tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Brandrauch. Bereits eine Lungenfüllung mit Brandrauch kann irreversible körperliche Schäden verursachen. Dies ist vor allem nachts gefährlich, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts.

Daher ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in Haus und Wohnung!

RAUCHMELDERPFLICHT

In Sachsen gilt die Rauchmelderpflicht laut Sächsischer Bauordnung (SächsBO) für Neu- und Umbauten seit dem 01.01.2016. Für Bestandsbauten bzw. Altbauten besteht derzeit noch keine Nachrüstpflicht.

Für den Einbau ist der Eigentümer verantwortlich, für die Wartung der Mieter bzw. Bewohner selbst.


WELCHER RAUCHMELDER?

Rauchmelder müssen mit dem CE-Zeichen inklusive Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sein.

Weil das CE-Zeichen aber keine Aussage über dessen Qualität trifft, gibt es seit 2012 das unabhängige Qualitätszeichen „Q“. Rauchmelder mit dem „Q“ werden auf ihre Langlebigkeit geprüft, weisen eine deutliche Reduktion von Falschalarmen auf, haben eine erhöhte Stabilität (z.B. gegen äußere Einflüsse) und verfügen über eine fest eingebaute Batterie, die über eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren verfügt.

Hier geht es zur offiziellen Qualitätsrauchmelder-Datenbank:
https://www.rauchmelder-lebensretter.de/rauchmelder-im-test/qualitaetsrauchmelder/

Auch für Gehörlose und Hörgeschädigte gibt es Lösungen, wie zum Beispiel ein Stroboskoplicht bzw. ein Rüttelkissen. Laut Urteil des Bundessozialgerichtes vom 18.06.2014 haben gehörlose Versicherte regelmäßig Anspruch auf Versorgung mit einem angepassten Rauchwarnmeldesystem durch ihre Krankenkasse.


INSTALLATION VON RAUCHMELDERN

Rauchmelder müssen in allen Räumen installiert werden, in denen Personen schlafen sowie in allen Fluren, über die Rettungswege ins Treppenhaus oder ins Freie führen.

KEINE Rauchmelder dürfen installiert werden in Räumen, in denen viel Wasserdampf, Staub oder Abgase entstehen! Für Küche, Bad, Garage und Keller empfehlen sich Wärme-oder Hitzemelder. Bei Gasthermen, Kaminen und Öfen ist man mit CO-Meldern gut beraten.

Ein Rauchmelder reicht für einen 60 qm großen Raum und sollte grundsätzlich mittig an der Zimmerdecke installiert werden.

Große Räume, die durch Stellwände oder große Möbel unterbrochen sind, benötigen pro Teilbereich einen Rauchmelder. Offene Raumverbindungen über mehrere Etagen benötigen mindestens auf der oberen Ebene einen Rauchmelder.


PFLEGE VON RAUCHMELDERN

Rauchmelder sollten mindestens alle 12 Monate auf folgende Punkte überprüft werden:
 

1. Gerätefunktion prüfen über die Prüftaste

Der Melder muss einen Signalton abgeben.

  • Ansonsten: Batterie tauschen bzw. wenn das nicht hilft, den kompletten Rauchmelder tauschen!

2. Rauchmelder generell prüfen

Ist der Rauchmelder äußerlich unbeschädigt? Ist der Rauchmelder frei von Staub, Insekten oder Abdeckungen?

  • Ansonsten: Rauchmelder reinigen bzw. austauschen!

3. Umgebung prüfen

Ist der Rauchmelder im Umkreis von 50 cm frei von Hindernissen (Wände, Raumteiler, Einrichtungsgegenstände)?

  • Ansonsten: Freiräumen oder Rauchmelder an geeigneterer Stelle installieren!

4. Raumnutzung prüfen

Sind Rauchmelder noch überall dort installiert, wo Menschen schlafen? Sind Rauchmelder in Fluren installiert, die als Fluchtweg dienen?

  • Ansonsten: Nachrüsten!